Bücher und Aufsätze über Roth

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Inhalt
Vorwort
Drago Jancar: Die Flucht ohne Ende

Zum Judentum
Sigurd Paul Scheichl: Juden auf Wanderschaft - 2009 neu gelesen
Victoria Lunzer-Talos: Der Segen des ewigen Juden. Assimilation und Exil
Klaus Zelewitz: Zur Dialektik des insistierenden Dementis: Joseph Roth und der Zionismus

Zwischen Kulturen und Orten
Mira Miladinovic Zalaznik: „Der Patriotismus beginnt erst bei den Aktionären des Hotels“. Die Hotelwelt Joseph Roths
Ulrike Zitzlsperger: Caféhäuser, Bahnhöfe und Hotels: Zur Bedeutung der halböffentlichen Räume im Werk Joseph Roths
David Horrocks: Kosmopolitismus im Vergleich: Joseph Roth und Stefan Zweig
Johann Georg Lughofer: Joseph Roth - ein Schriftsteller der Hybridität oder der Reinheit von Kulturen?
Alexander Ritter: Über das »Gleichgewicht zwischen der Tischplatte und ihrer künstlichen Verlängerung«. Zur kulturkritischen Antithese >Amerika< und der Lebensbalance in Joseph Roths Hiob (1930)
Matjaž Birk: »Der Heroismus der Intellektuellen - Der liquidierte Heroismus«. Fremd- und Selbstbilder in Joseph Roths und Stefan Zweigs Reisefeuilletons              
Fernando Magallanes
: Reiseliteratur am Beispiel Joseph Roths

Zwischen den Geschlechtern
Isabel dos Santos: Zur »Übersetzung des männlichen ernsten Militärexerzierens ins Weibliche« und zu anderen weiblichen Erscheinungen bei Joseph Roth             
Irena Samide: Joseph Roth und seine Muse(n)
Neva Slibar: Entgegengesetzte Fluchtbewegungen. Joseph Roth und Irmgard Keun schreiben im Exil
Helen Chambers: Sex und Behörde in Joseph Roths Reportagen der zwanziger Jahre

Soziales und Geschichtliches
Hartmut Scheible: »Mythos Napoleon« in der Literatur der zwanziger und dreißiger Jahre. Am Beispiel von Joseph Roths Roman Die Hundert Tage mit einem Blick auf Chantal Thomas Les adieuxs ä la reine
Klaus-Detlef Müller: Ein Roman aus der Perspektive des Journalisten. Joseph Roths Das Spinnennetz
Veronique Uberall: Kritik des Journalismus in der Novelle »Das Kartell« von Joseph Roth (1923)
Primus-Heinz Kucher: »Warenhäuser, Rummelplätze, Walkürenjungfrauen«. Zu Joseph Roths Berliner Bilderbuch-Feuilletons (1924)
Karl Wagner: Joseph Roths Kritik des homo academicus. Ein Beitrag zur Intellektuellendebatte der Zwischenkriegszeit
Susanne Kalina-McMahon: Ein »Staat, der gar nicht da war« - Joseph Roth und Deutschösterreich. In memoriam Günter Kalina
Jon Hughes: »Wir sind die Söhne«. Generationsdiskurse und Geschichte(n) im Werk Joseph Roths
Sonja Osterwalder: Kaiser, Komponist und Regengott. Der Erzähler im Radetzkymarsch
Zoltan Szendi: Der unaufhaltsame Weg zur Katastrophe. Joseph Roth: Das falsche Gewicht
Maria Kla?ska: »Nationale und sprachliche Einheitlichkeit kann eine Stärke sein, nationale und sprachliche Vielfältigkeit ist es immer«. Joseph Roth zum Nationalismus und zum nationalen Gedanken anhand der Beispiele Polen und Palästina

Zur Rezeption und Forschung
Christoph Parry: Joseph Roth in den Augen der Nachwelt. Migration, Mythos, Melancholie
Tanja Zigon: Zur Rezeption Joseph Roths in Slowenien. »Ein bei uns bisher unbekannter Autor, ein österreichischer Schriftsteller aus halbvergangener Zeit [...]«
Vespa Kondric Horvat: Übersetzung als transkulturelle Begegnung - Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft in slowenischer Sprache
Heinz Lunzer: Quellen zu Leben und Werk von Joseph Roth. Interviews und andere Aussagen von Zeitzeugen

Die Autorinnen und Autoren
Personenregister

Auf eines der wichtigsten Bücher zu Joseph Roth der letzten Jahre soll hier hingewiesen werden:


Ausgewählte Aufsätze

Roth in Amsterdam
Interessante neue Erkenntnisse zu Roths Aufenthalten in Amsterdam und seinem Roman „Beichte eines Mörders“ bringt Els Snick in ihrem Aufsatz Joseph Roth revisited. Amsterdamse sporen in de misdaadroman „Biecht van een moordenaar“ in De Parelduiker. Amsterdam, Jg 16, Nr 1 / 2011, S. 21 – 37. Sie untersucht ein Vorbild Roths – den Roman „Waarom ik niet krankzinnig ben“ von Boris Robazki / Maurits Dekker (1929) und berichtet zu Roths Aufenthalt im Eden Hotel.
(Dank freundlichem Hinweis von Madeleine Rietra)

Friedl Roth
Ein Artikel von Andreas Hutter:  Kein sanfter Tod für eine Schüchterne in der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 7. März 2011 faßt die Geschichte der Krankheit von Roths Frau Friederike / Friedl / Frieda zusammen:
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/kein_sanfter_tod_fuer_eine_schuechterne_1.9790498.html
(Dank freundlichem Hinweis von Els Snick)

Roth der Geschichtenerzähler
Das „Hofmannsthal Jahrbuch. Zur europäischen Moderne“ Nr 18 / 2010, erschienen im Rombach Verlag, enthält einen längeren Aufsatz über Joseph Roth: Günther Saße: Eine Leiche begeht Selbstmord. Joseph Roth: „Der Radetzkymarsch“ (S. 287 – 310). Es wird versucht, Roths Ausschmückungen und Erfindungen zur eigenen Biografie zu erklären; sie moralisch verwerflich darzustellen („derangierten Trinker“; „kein guter“ „Lügner“) greift allerdings kurz.
Sollte die Original-Grafik von Mies Blomsma wirklich wie hier angegeben Privatbesitz und nicht verloren sein, so wäre es schön zu wissen, in welcher Sammlung sie sich befindet und ob es mehr als die bekannten Zeichnungen gibt.
(Dank freundlichem Hinweis von Daniel Reuter)


Einzeluntersuchungen

Mirella Carbone: Joseph Roth e il cinema. Roma: Artemide, 2004. 144 S.; brosch.; m. Abb.; EUR 18.-. ISBN 88-7575.001-7.
Das Buch berichtet über den Filmjournalisten Roth in den 1920er Jahren und seine widersprüchliche Haltung in den 1930er Jahren – das Kino verdammend und trotzdem versuchend, fürs Kino zu arbeiten. Die drei Teile der Arbeit lauten:
Joseph Roth giornalista e recensore negli anni Venti

Un caso di affinità elettiva: La prosa di Roth e il cinema
La metanoia degli anni Trenta.

Heinz Lunzer in Zusammenarbeit mit Victoria Lunzer-Talos: Joseph Roth im Exil in Paris 1933 bis 1939. Ausstellungskatalog. Wien 2008, 224 S., brosch., m. Abb., (Zirkular Sondernummer 68). Euro 16,-.

Alexander Spieth: „Politisch sehn, falsch sehn. Anmerkungen zu Joseph Roths Legitimismus”. Die Tübinger Dissertation aus dem Jahr 2009 ist seit kurzem im Internet publiziert: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2010/5158/pdf/Spieth_Legitimismus_Druck_komplett_Sept10.pdf
Er untersucht
, von Roths frühen Essays und Briefen ausgehend, dessen religiös-politisches Denken; seine Vorstellung von „Habsburg“, insbesondere im Roman „Radetzkymarsch“; und schließlich legitimistische Positionen in Roths Publizistik von 1933 bis 1939. Eine Gegenüberstellung mit den tatsächlichen politischen Entwicklungen den Legitimismus in den 1930er Jahren betreffend und Roths persönliche Beziehungen zu und Diskussionen mit einzelnen Personen dieser Gruppe bleiben jedoch ausgespart.

Veronique Uberall: Joseph Roth, témoin et combattant. Etude de dix-sept nouvelles dans le contexte sociohistorique en Autriche et en Allemagne de 1916 à 1939. Strasbourg : Université de Strasbourg, 2009. 606 S.; brosch.; m. Abb.; nicht im Handel.
Ein Exemplar kann in der Bibliothek der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien, benützt werden.
In der Dissertation
werden die Novellen Roths untersucht – der Großteil zählt zum Frühwerk, ein kleinerer Teil zum späten Werk im Exil.
Die Autorin zieht nicht nur die bekannten Texte heran (wie „Der Vorzugsschüler“ oder „Die Büste des Kaisers“), sondern auch Fragmente, unveröffentlichte oder unter den journalistischen Arbeiten eingereihte Texte, die Strukturelemente der Novelle erkennen lassen. Die breit angelegte Arbeit diskutiert eine große Zahl von kulturgeschichtlichen, gesellschaftlichen und historischen Aspekten, die mit Roths Texten in Zusammenhang gebracht werden können und steckt voll kluger Überlegungen; die Bibliographie ist eine Fundgrube sondergleichen.


Zu Roths Werk und Leben

Joseph Roth. Leben und Werk. Hrsg: Daniel Keel, Daniel Kampa. Zürich: Diogenes, 2010. brosch., 495 S.; Eur 12.90 [D]. ISBN 978-3-257-23983-6.
Inhalt
Legendenhafte Selbstauskunft:
Joseph Roth: Brief an Gustav Kiepenheuer; Erdbeeren;
Erinnerungen von Freunden:
Gustav Kiepenheuer: Eine Reverenz vor Joseph Roth; Géza von Cziffra: Der heilige Trinker; Hermann Linden: Tage mit Joseph Roth; Soma Morgenstern: Joseph Roths Flucht und Ende; Benno Reifenberg: Erinnerung an Joseph Roth; Irmgard Keun: Begegnung in der Emigration; Stefan Zweig: Joseph Roth; Ludwig Marcuse: Abschied von Joseph Roth; Józef Wittlin: Erinnerungen an Joseph Roth.
Über Joseph Roth: Ulrich Greiner: Joseph Roth; Hermann Kesten: Joseph Roth; Franz Blei: Joseph Roth; Nadine Gordimer: Das Labyrinth des Reiches und des Exils; Claudio Magris: Joseph Roth; J. M. Coetzee: Joseph Roths Erzählungen; Reinhard Baumgart: Drei Ansichten; David Bronsen: Joseph Roth und sein Lebenskampf um ein inneres Österreich; Jörg Fauser: Hommage für Joseph Roth, André Heller: „Wahrscheinlich der größte Dichter unter den anständigen Menschen“; Heinrich Böll: Die Trauer: die recht behielt.
Über einzelne Romane und Werkgruppen: Peter W. Jansen: Das Spinnennetz; Siegfried Kracauer: Sibirien – Paris mit Zwischenstation (Die Flucht ohne Ende); Stefan Zweig: Rechts und Links, Stefan Zweig: Hiob; Harald Hartung: Ein epischer Gottesbeweis (Hiob); Georg Lukács: Radetzkymarsch; Hilde Spiel: Eine Welt voller Enkel (Radetzkymarsch). Eckhard Heftrich: Finis Austriae (Die Kapuzinergruft); Reinhard Baumgart: Totentanz und Tingeltangel (Die Geschichte von der 1002. Nacht); Marcel Reich-Ranicki: Das liebliche Geklingel einer Narrenschelle (Journalistische Arbeiten); Michael Frank: Objektivität ist Schweinerei (Journalistische Arbeiten); Marcel Reich-Ranicki: Filou und Poet dazu (Briefe).
Anstelle eines Nachworts: Joseph Roth: Selbstverriß.
Chronik zu Leben und Werk.
Eine überaus dankenswerte Bündelung von meist informativen Texten, die an verschiedensten Stellen publiziert und zum Teil schwer zugänglich waren.

Wilhelm von Sternburg: Joseph Roth. Eine Biographie. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2009, geb., 559 Seiten, mit Abb. EUR (A) 23,60
Erstausgabe

Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos: Joseph Roth. Leben und Werk in Bildern. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2009, geb., 280 Seiten, mit Abb. EUR (A) 41,10
Erste Auflage der in Text und Abbildungen überarbeiteten Neuausgabe 2009; gegenüber der Ausgabe von 1994 sind bei gleicher Seitenzahl 18 Abbildungen hinzugefügt, einige fortgelassen und 21 durch solche nach besseren Vorlagen ersetzt worden.

Im Prisma. Joseph Roths Romane. Hrsg: Johann Georg Lughofer. Wien, St. Wolfgang: Edition Art Science 2009. 493 S., brosch., EUR 23.- (A)
ISBN 978-3-902157-53-9 editionas(at)aon.atwww.editionas.com
Eine Sammlung von Aufsätzen über das Werk des österreichischen Autors, die von WissenschaftlerInnen aus den Gebieten der Soziologie, der Geographie, der Kunstgeschichte, der Kommunikationswissenschaften, der Musikforschung, der Psychologie, der Orientalistik, der Humanökologie, der Rechtsphilosophie, der Wirtschaftswissenschaften, der Architektur, der Theologie und der Geschichtswissenschaften stammen. Neue, spannende Blickwinkel tun sich auf.
Folgende Autoren haben zu den Romanen Roths geschrieben:
DAS SPINNENNETZ [1923]: Wolfgang Duchkowitsch, Helgard Kramer; DIE REBELLION [1924]: Ilse Reiter; Brunhilde Scheuringer; HOTEL SAVOY [1924]: Heinz Faßmann, Jürgen Lagger; DIE FLUCHT OHNE ENDE [1927]: Dietrich Beyrau, Johann Georg Lughofer; ZIPPER UND SEIN VATER [1928]: Josef Christian Aigner, Wolfgang Jacobson; RECHTS UND LINKS [1929]: Johann Georg Lughofer, Wolfgang Mayrhofer; HIOB [1930]: Gerald Poscheschnik, Ludger Schwienhorst-Schönberger; RADETZKYMARSCH [1932]: Markus Neuwirth, Alexander Preisfinger / Stefan Schmidl; TARABAS [1934]: Theresia Heimerl, Desanka Schwara; DIE HUNDERT TAGE [1936]: Thomas Hellmuth, Susann Trabert; BEICHTE EINES MÖRDERS [1936]: Wolfgang Krieger, Eva Maria Maier; DAS FALSCHE GEWICHT [1937]: Heidemarie Mendel / Lucian Röthlisberger, Verena Winiwarter / Helmut Haberl; DIE KAPUZINERGRUFT [1938]: Elke Frietsch, Karl Vocelka; DIE GESCHICHTE VON DER 1002. NACHT [1939]: Thomas A. Bauer, Rüdiger Lohlker.

Joseph Roth und die Reportage. Hrsg.: Thomas Eicher. Heidelberg: Mattes, 2010. brosch., 193 S., EUR 28,00 [D], ISBN 978-3-86809-035-2.
Enthält:
Vorwort  (von Thomas Eicher); Joseph Roth, das Ruhrgebiet und die Reportage (von Thomas Eicher); Joseph Roths Reportagen zwischen Denkbild und ›writing culture‹ (von Thomas Düllo); Joseph Roths Filmrezensionen als literarische Reportagen (von Mirella Carbone); »Der fleißige Chroniker kriminalistischer Ereignisse«. Die Gerichtsreportagen Joseph Roths (von Fritz Hackert); »Die Toten ohne Namen«: Gewaltsamer Tod in der Großstadt in Reportagen von Joseph Roth, Theodor Fontane und Egon Erwin Kisch (von Helen Chambers); Berichte aus der Fremde. Unbehaustheit als Grundmotiv von Joseph Roths Reisereportagen und Reiseschilderungen (von Achim Küpper); Was ich nicht sehe. Zum offensichtlichen Unsichtbaren in Joseph Roths journalistischem Werk (von Eric Jarosinski); Symbolik und Raum in Joseph Roths Industriereportagen (von Jürgen Heinzmann); Konstruierte Distanz – Zu Joseph Roths erster Galizien-Reportage »Leute und Gegend« (von Manfred Müller); Neu-verortet (von Lena Vöcklinghaus).

Die Publikationen der auf de Tagungen zu Joseph Roth im Jahr 2009 in Ljubljana, Gent, Paris und Metz gehaltenen Vorträge sind in Vorbereitung.

Bibliophiles

Joseph Roth: Die Spieldose. Drukwerk in de Marge. http://www.drukwerkindemarge.org/joseph-roth-die-spieldose/ und

Joseph Roth: Das falsche Gewicht. Drukwerk in de Marge.
http://www.drukwerkindemarge.org/joseph-roth-das-falsche-gewicht/.

Joseph Roth: Der Diener Jacques  (Bibliothek SG;34)
Der Diener Jacques. Stationschef Fallmerayer. Die Büste des Kaisers. Novelle. Mit einem Nachwort von André Heller. (München: Buchdruckerei und Verlag SchumacherGebler, 2010. 115,(5)S. <Bibliothek SG;34>
Inhalt: Neben den beiden Erzählungen ein Auszug aus Radetzkymarsch („Eines Tages, es war Ende Mai, kehrte Herr von Trotta fünf Minuten … ein Stückchen Zucker zwischen die Käfigstangen“). Das Nachwort ist der Artikel aus der FAZ vom 3. 9. 1994. Außerdem Eckehart SchuhmacherGebler Pierre Didot. Die Schrift mit dem extravaganten kleinen >g<.