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Leseprobe: Isabella Breier - Prokne & Co.: eine Groteske Roman

Wie das angefangen habe?

Schau, hab ich auf Holz geklopft, soundsoviele Jahrhunderte sind genug, auf ewig Schwalbe oder Nachtigall spielt's nicht. Und die Götter, die Gängster? Dass es doch schön sei, mir beim Schweifen und Schwirren zuzuschauen!
Drauf ich: Dass sie mir den Buckel runter. Dass ich keine Mücken riechen, das eigene Gekreisch nicht hören könne.
Gut, hat man gemeint, unter einer Bedingung, die da wäre?
Drauf ich: Was, wer Philina sei, und warum zum Hades?
Schau, hat man mir erklärt, das ist Mythos, und da braucht?s keinen hinreichenden Grund.
Meinetwegen, hab ich nachgegeben, die Flügel auf Sturzflug.

Sicher, eine Schwalbe mache noch keinen, heißt es.
Ist auch nicht der Deal.
Vielmehr: mal die Vogelperspektive variieren, von Figur zu Erzählerin. Insbesondere: eine Frau unter Fittiche nehmen, Schutzengelchen oder Schicksalsschwälbchen sein.
Wieso jetzt, könnte man fragen, wieso soundsoviele Jahrhunderte nach den Metamorphosen?
Und vor allem: warum ausgerechnet diese Frau, auf der Butterseite postbürgerlicher Quasi-Boheme?
Was weiß ich, sollte ich sagen, so ist halt das Leben, sind Geschichten:
Bin ganz nah an ihrer Seite, graviere, ritze und kratze mit Krallen ab, schräge an falschen, an richtigen Stellen.

Und die Götter, die Gojim?
Ordentliche Portionen Passion wie Pathos bitte sehr!
Die Aufgabe: die Auflösung in wunderbarem Wohlgefallen, das Wohlgefallen in wunderlichster Auflösung!
Und: Dass es Übersichtlichkeit brauche!
Vorweg ein lesbarer Lebenslauf, haben sie bestimmt.

S. 5

© kitab verlag









































































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