literaturhaus.at - newsletter Nr. 1 / Februar 2010      Archiv



Probenfoto Fritz Hakl
© Vorlass Franz Novotny,
Dokumentationsstelle


Gerhard Stecharnig,
Fritz Hakl
© Vorlass Franz Novotny,
Dokumentationsstelle


Probenfoto
Ernst Meister
© Vorlass Franz Novotny,
Dokumentationsstelle


Peppi Hackl-Puppe
von Nikolaus Habjan
© Foto: Sabine Hauswirt


Cover der Zeitschrift
"Kulturkontakte" 1983 (18)
aus der Sammlung der Dokumentationsstelle


Staatsoperetten. Kunstverstörungen.
Das kulturelle Klima der 1970er Jahre

Literaturhaus-Ausstellung vom
12. Februar bis 16. April 2010

Kuratorinnen: Evelyne Polt-Heinzl, Irene Suchy
Ausstellungsgestalter: Peter Karlhuber
Graphiker: Gerhard Spring

Mo und Mi 9-17 Uhr, Di 9-19 Uhr, Fr 9-15 Uhr
Presseführung: Mi, 10. Februar 2010, 10 Uhr
Eröffnung: Do, 11. Februar 2010, 19 Uhr
Pressematerial

... nur die Operette wird diesem Land und seinen Menschen gerecht, nicht des Kitsches wegen, sondern weil nur die Operette die brutale Wirklichkeit Österreichs widerzuspiegeln vermag. (Heinrich Steinfest)

Die legendäre TV-Produktion Staatsoperette von Franz Novotny und Otto M. Zykan sorgte vom Projektbeginn 1975 bis nach der TV-Ausstrahlung im November 1977 für aufgeregte Diskussionen in der österreichischen Öffentlichkeit. Zu einem Teil hatte die Erregung mit dem Filmthema zu tun: die österreichische Geschichte der Zwischenkriegszeit bis zum Bürgerkrieg im Februar 1934.

Doch die Staatsoperette fällt auch in ein Jahrzehnt der aufgeheizten Kulturkämpfe. Ob Wolfgang Bauers Gespenster, Helmut Zenkers Kottan ermittelt, die Alpensaga von Peter Turrini und Wilhelm Pevny, Valie Exports Film Unsichtbare Gegner, das blumenstück von Gerhard Rühm oder Herbert Achternbuschs Das Gespenst – immer schlugen die Wellen des Volkszorns hoch, und konservative Politiker reagierten mit Parlamentarischen Anfragen zur "widerrechtlichen" Verwendung von Steuergeldern.

Staatsoperetten. Kunstverstörungen beleuchtet erstmals und umfassend das kulturelle und kulturpolitische Klima der 1970er Jahre und macht ein historisch nahes und mental fernes Kapitel der österreichischen Literatur- und Fernsehgeschichte neu lesbar.

Eine 100 Meter lange überdimensionale Filmspirale mit einer Bilderfolge zur Staatsoperette durchquert das gesamte Literaturhaus, 14 Stationen zeigen Materialien aus den Archiven des Hauses zu ausgewählten "Erregungsfällen" der Zeit. Zu den Staatsoperette-Autoren Franz Novotny und Otto M. Zykan präsentiert die Ausstellung bislang noch nie öffentlich gezeigte Dokumente.

Begleitbuch:
Staatsoperetten. Kunstverstörungen.
Das kulturelle Klima der 1970er Jahre.

Herausgegeben von Evelyne Polt-Heinzl.
136 Seiten m. Abb.; Euro 14,90.
ISBN 978-3-900467-75-3.
Mit Beiträgen von Evelyne Polt-Heinzl, Alexander Emanuely, Irene Suchy und Sabine Zelger.

Begleitveranstaltungen:
Puppentheater
Staatsoperette – eine Affäre als Puppenspiel
Von Nikolas Habjan und Irene Suchy
Di, 16. Februar und Do, 25. Februar 2010, 19 Uhr
Podiumsdiskussion
Das kulturelle Klima der 70er Jahre
Di, 2. März 2010, 19 Uhr

Führungen auf Anfrage: 43-1-526 20 44-0

Eine Ausstellung der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im LITERATURHAUS Wien mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, NOLL KEIDER Rechtsanwälte, Franz Novotny und der Wissenschafts- und Forschungsförderung der Kulturabteilung der Stadt Wien.






Jungautor
Lukas Meschik
Literaturverlag Luftschacht


Buchcover
"Jetzt die Sirenen"
© Literaturverlag Luftschacht


Europäisches Festival des Debütromans
Lukas Meschik: Jetzt die Sirenen

Das Europäische Festival des Debütromans 2010 findet vom 6. bis 9. Mai im Literaturhaus Schleswig-Holstein in Kiel statt. Das Festival ist eine Fachtagung für neue europäische Literatur und beginnt mit einem öffentlichen Lesefest. Es versammelt DebütromanautorInnen aus 10 europäischen Ländern, deren Texte bis dato nur in Originalsprache vorliegen, und bietet Teilnehmern und Fachpublikum (Übersetzer, Lektoren, Kritiker, Agenten...) ein Forum für literarischen Austausch und Publikationstransfer.
Die Autorinnen und Autoren wie auch die beteiligten Verlage werden darüberhinaus in moderierten Gesprächen ausführlich präsentiert, Vorträge und Workshops unter Mitwirkung aller Teilnehmer ergänzen das Programm.

Seit der Gründung des Festivals im Jahr 2003 war Österreich durch Peter Truschner, Kirstin Breitenfellner, Linda Stift, Sebastian Schinnerl, Andrea Winkler, Reinhard Kaiser-Mühlecker und Angelika Rainer vertreten.

Dieses Jahr präsentiert nun der 1988 in Wien geborene Jungautor Lukas Meschik seinen Romanerstling "Jetzt die Sirenen", der 2009 im kleinen, aber feinen Wiener Literaturverlag Luftschacht bei Stefan Buchberger und Jürgen Lagger erschienen ist.
Nach einiger Begeisterung für das apokalyptische Erstlingswerk – Hurra, hier kommt die Apokalypse! Es knallt, es dröhnt, es rockt. (Zeit online) – gehts im Frühjahrsprogramm 2010 gleich weiter mit dem Meschik-Band "Anleitung zum Fest".

Das Literaturhaus in Wien fungiert gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur als österreichischer Kooperationspartner des Debüt-Festivals und wählt jeweils ein vielversprechendes österreichisches Buch, möglichst aus einem heimischen Literaturverlag, für die Teilnahme aus.

Kontakt in Kiel: debuetroman@literaturhaus-sh.de







Kirche in Goa
Foto aus dem Blog
von Doron Rabinovici


Sehnsuchtsort
Siebenbürgen
Foto aus dem Blog
von Sabine Scholl


mitSprache unterwegs
Literarische Reportagen nach Joseph Roth

Idee und Konzept zum Projekt mitSprache unterwegs stammen von elf Literaturhäusern und -zentren in Österreich; zehn Autorinnen und Autoren wurden beauftragt, sich im Zeitraum von September 2009 bis Dezember 2010 schreibend und reisend mit der literarischen Gattung der Reportage auseinanderzusetzen.

Als ideeller Bezugspunkt dient Joseph Roth mit seinen wechselnden Schreiborten – Galizien, Berlin, Wien, Paris – und Themen wie Migration, Leben in Vorstädten, Minderheiten, technischer Fortschritt und Industrialisierung.

Folgende österreichische Autoren machten bzw. machen sich für das Reiseprojekt auf den Weg.

Nach Abschluss der Orts-Erkundungen wird eine Anthologie mit den fertiggestellten Texten in der Edition Atelier erscheinen.
In verschiedenen Print- und Internetmedien werden Beiträge auszugsweise veröffentlicht.
Ein Internet-Blog – ausgearbeitet und betreut von Christiane Zintzen – begleitet die AutorInnen auf ihren Reisen und bietet Platz für Fotos/Notizen/Tagebucheintragungen/Diskussionen. Aktuell berichtet dort Doron Rabinovici über portugiesische Häuser und Kirchen in Alt-Goa/Indien, Christoph W. Bauer steigt mit Joseph Roths Baron Trotta in die Kapuzinergruft, Clemens Berger begibt sich auf die Spur ausgewanderter Burgenländer und ihrer Nachfahren, Lydia Mischkulnig erkundet Mayerling, die "Vetsera-Gegend", Sabine Scholl schreibt über Siebenbürgen bzw. die Siebenbürger Sachsen und ihren "Chronisten" Eginald Schlattner.

Im Zeitraum von September bis Dezember 2010 sind Auftritte der AutorInnen in den beteiligten Veranstaltungshäusern vorgesehen. Dies sind: Franz Michael Felder Archiv Bregenz, Literaturhaus am Inn in Innsbruck, Literaturhaus Salzburg, Robert Musil Institut in Klagenfurt, Literaturhaus Graz, StifterHaus in Linz, Unabhängiges Literaturhaus N.Ö. in Krems, Literaturhaus Mattersburg, Literaturhaus in Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur und Alte Schmiede/Literarisches Quartier in Wien

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur stellt 60.000 Euro für die 10 Reisestipendien zur Verfügung.


Buchcover Edmund Wolf
Bonn: Weidle Verlag


Edmund Wolf, Wien 1930


Edmund Wolf: BBC
in: Monat, Juli 1969


Bei Dreharbeiten in Südafrika,
1970er Jahre

Materialien aus dem Nachlass Edmund Wolf / Exilbibliothek

Edmund Wolf: Ich spreche hier nicht von mir

Ausstellung und Veranstaltungszyklus
zum 100. Geburtstag
(Österreichische Exilbibliothek)

Edmund Wolf (1910-1997) war ein ungewöhnlich vielseitiger Theaterautor, Journalist und Filmemacher. Der Schüler des Reinhardt-Seminars und Lustspielautor war bereits mit 25 Jahren Dramaturg des Volkstheaters in Wien. Von einem Arbeitsaufenthalt 1937 in London kehrte er nicht mehr in das annektierte Österreich zurück. 1940 als "feindlicher Ausländer" nach Kanada deportiert, arbeitete er nach seiner Rückkehr für den Deutschen Dienst der BBC in London, wo eine lange und ertragreiche Karriere als Journalist und Filmemacher begann. Ab 1958 bis Mitte der 1960er Jahre berichtete er aus London für die "Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung", als Drehbuchautor arbeitete er vor allem für den Bayerischen Rundfunk. Seine Reportagen und politischen Berichte decken ein großes Themenspektrum ab – er schrieb über das Britische Königshaus und Vietnam-Heimkehrer, über den Rassenkonflikt in Südafrika und Gastarbeiter in Deutschland; er verfaßte anspruchsvolle Reiseberichte aus Israel und schilderte das Swinging London der 1960er Jahre. Für seine Dokumentardramen wie "LH 615: Operation München" oder "Geheime Reichssache" erhielt er renommierte Fernsehpreise.

Der Nachlaß Edmund Wolfs, darunter das große Archiv und die Arbeitsbibliothek zu seinem Lebensprojekt "Hitler und die Generäle", befindet sich in der Österreichischen Exilbibliothek und wird mit dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Materialienband mit Essays, Tributes von ZeitzeugInnen und einer Auswahl journalistischer Arbeiten und Briefe sowie eine Filmschau in Zusammenarbeit mit Synema (Gesellschaft für Film und Medien) ergänzen die Ausstellung.

Ausstellung
23. April bis 17. September 2010
Eröffnung: Donnerstag 22.4.2010, 19 Uhr
Literaturhaus 1070, Abendeingang Zieglergasse 26 A
Eintritt zu allen Veranstaltungen frei

Buch
Edmund Wolf: Ich spreche hier nicht von mir.
Für die Österreichische Exilbibliothek hrsg.
von Ursula Seeber und Barbara Weidle.
Bonn: Weidle Verlag, 2010.
Mit Beiträgen von Gernot Friedel, Susanne Gföller, Stefan Maurer, Brigitte Mayr, Isabel Mühlfenzl, Michael Omasta, Oliver Rathkolb, Daniel Wolf, Martin Wolf und anderen.

Kontakt: Ursula Seeber, Barbara Zwiefelhofer








26. Österreichisches Übersetzerseminar

Megacool ist megaout -
Kinder- und Jugendliteratur übersetzen

30. April bis 2.Mai 2010 in Ysper/NÖ

Freitag, 30. April 2010
15.00 Uhr ERÖFFNUNG
bis ca. 18.30 Uhr REFERATE & DISKUSSION:
Ruth Karzel: Einführung und Moderation
Heike Brandt: Haben ÜbersetzerInnen von Kinder- und Jugendliteratur eine besondere Verantwortung?
Heidi Lexe: Jugendliteratur im Medienzeitalter (und ihre Herausforderungen für ÜbersetzerInnen)
Natalie Tornai: Über die Programmgestaltung von Kinder- und Jugendbuchverlagen

Samstag, 1. Mai 2010
9.30 bis 12.00 Uhr und 14.30 bis 18.00 Uhr WORKSHOPS
Englisch: Jacqueline Csuss
Spanisch: Ilse Layer
Russisch: Harald Fleischmann
Reimwerkstatt: Adelheid Dahimène
Schreibwerkstatt: Monika Pelz

19.30 Uhr LESUNG

Sonntag, 2. Mai 2010
9.30 bis 12.30 Uhr Fortsetzung der WORKSHOPS
12 bis 13.30 WORKSHOP-Berichte

ReferentInnen und WorkshopleiterInnen:

  • Heike Brandt: Rundfunkautorin, Rezensentin, Übersetzerin und Autorin im Bereich Kinder- und Jugendliteratur.
  • Jacqueline Csuss: Übersetzerin v.a. aus dem Englischen, literarischer Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendliteratur. Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 1997, 2003.
  • Adelheid Dahimène: Schriftstellerin aus Wels/OÖ, u. a. Bilderbücher und Jugendromane. Jugendliteraturpreis Steiermark und Feldkircher Lyrikpreis 2006.
  • Harald Fleischmann: Literarische Übersetzungen aus dem Ukrainischen, Russischen und Belorussischen, zuletzt des ukrainischen Romans "Wo ist Dein Haus, Odysseus" von Tymofij Havryliv, Ammann-Verlag, 2009.
  • Ruth Karzel: Freie Übersetzerin aus dem Italienischen, lebt in Berlin; open space-Begleiterin.
  • Ilse Layer: Literaturübersetzerin aus dem Spanischen mit einem Schwerpunkt auf Jugendliteratur.
  • Heidi Lexe: Germanistin und Leiterin der STUBE - Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteraur, Lehrbeauftragte für Kinder- und Jugendliteratur am Institut für Germanistik der Universität Wien.
  • Monika Pelz: Freiberufliche Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. Österreichischer Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2000.
  • Natalie Tornai: Lektorin für Kinder- und Jugendbuch. Programmleiterin von Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher im Berlin Verlag.
Anmeldung bis 9. April bei Claudia Zecher
in der Übersetzergemeinschaft
Seidengasse 13, 1070 Wien
Fax: 01/526 20 44 30; Tel. Dw. 51

Tagungsort: Landhotel Grüner Baum
Teilnahmegebühr inkl. Vollpension im DZ: 100 Euro für Mitglieder und StudentInnen, 200 Euro für Nichtmitglieder.
Busservice ab Wien Hütteldorf 25 Euro (hin und zurück).






Filmplakat
"Der Kinoleinwandgeher"

Filmplakat
"Der Räuber"

Szenenbild
"Der Kameramörder"

Filmplakat
"Das Vaterspiel"

Filmplakat
"Das weiße Band"

Österreichische Literatur im Kino

Neue Filme und ihre (Dreh-)Bücher und Autoren

Was haben der Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke und die Literaten Josef Haslinger, Thomas Glavinic, Martin Prinz und Josef Winkler gemeinsam? – Sie sind im Kino, d. h. ihre Filme sind es und schaffen aktuell eine starke österreichische Präsenz auf heimischen und internationalen Kinoleinwänden.

Das Josef Winkler-Portrait Der Kinoleinwandgeher von Michael Pfeifenberger, eine assoziative filmische Annäherung an den Kärntner Autor, seine Reisen, seine schriftstellerische Arbeit und seine Familie, wurde im Oktober 2009 beim Filmfestival "Viennale" präsentiert und steht demnächst auf dem Programm des "European Film Market" der Berlinale, genau am 17. Februar 2010 im Hotel Marriott am Potsdamer Platz.
In Wien bietet das Literaturhaus gemeinsam mit dem Filmhaus am Spittelberg ein Josef Winkler-Gesamtpaket für SchülerInnen an: eine Führung durch die Literaturhaus-Bibliothek mit spezieller Recherche-Anleitung, im Anschluss daran die dazugehörige Filmvorführung im Filmhaus.
Termin ist der 18. März 2010 um 11 Uhr.
Buchungen und Infos bei Ines Kratzmüller / Stadtkino Wien
Tel. 0699/10447832. www.stadtkinowien.at/Schule

Mit Spannung wird die Literaturverfilmung Der Räuber erwartet, ein Film von Benjamin Heisenberg nach dem gleichnamigen Romandebut von Martin Prinz, erschienen 2002 im Verlag Jung und Jung Salzburg (siehe Rezension im Literaturhaus-Buchmagazin von Karin Cerny).
Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Jänner erhielt Benjamin Heisenberg für den "Räuber" den Nachwuchsregiepreis, am 15. Februar ist der Film bei der Berlinale zu sehen, Kinostart in Österreich ist am 26. Februar.
"Der Räuber" erzählt die Geschichte des Johann Rettenberger, Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, nach denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet, vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs ...

Einen Monat später eröffnet das österreichische Filmfestival Diagonale in Graz (16. bis 21. März) mit dem Film Der Kameramörder von Robert A. Pejo nach dem Buch von Thomas Glavinic. Der gleichnamige und vielbeachtete Roman ist 2001 im Berliner Verlag Volk & Welt erschienen (Rezension von Helmuth Schönauer).
Der "Kameramörder" zeigt zwei Paare, die ein paar Tage am Neusiedler See verbringen. Die ruhige Idylle wird durch ein plötzlich auftauchendes Video gestört, in dem Kinder in der Nähe des Hauses zu Tode gequält werden. Schritt für Schritt verändert sich dann die Welt der vier Personen, immer mehr zeigt sich, wie brüchig die Fassaden sind und wie fragwürdig unser Medienverhalten.

Josef Haslingers Vaterspiel, verfilmt vom österreichischen Regisseur Michael Glawogger, war bereits Ende des Jahres 2009 im Kino zu sehen.
Der Roman "Das Vaterspiel" (Frankfurt: S. Fischer Verlag, 2000) erzählt zwei ineinander verflochtene Geschichten: Roman eins handelt vom Aufstieg und Fall der sozialdemokratischen Politikerfamilie Kramer. Helmut Kramer jun. erzählt durchs Schlüsselloch eine unterhaltsam bösartige Familien-Soap. Roman zwei berichtet von der jüdisch-litauischen Familie Shtrom in der Zeit des Holocaust. (Unsere Buchrezension von Anne Zauner).

Aktuell in den Kinos und bereits seit dem Filmfestival in Cannes 2009 mit Preisen überhäuft: Das weiße Band von Michael Haneke (Drehbuch und Regie), zweifach nominiert für den Oscar 2010: als bester nicht-englischsprachiger Film und für die beste Kamera.






Titelseite der letzten
Nummer, 1946


Vermischtes

Zeitspiegel. Austrian Weekly

Im Zusammenhang mit einem Projekt zum Exil in Großbritannien sucht die Österreichische Exilbibliothek Ausgaben des "Zeitspiegel. Austrian Weekly" (London).
Der Zeitspiegel wurde im Juli 1939 vom Library Committee des Austrian Centre begründet. Das Hauptorgan des Austrian Centre erschien bis September 1941 hektographiert. In gedruckter Form erreichte der "Zeitspiegel" zuletzt eine Auflage von 3.000 Stück und war damit die auflagenstärkste Zeitschrift der österreichischen Flüchtlinge in Großbritannien. Das Erscheinen wurde im August 1946 eingestellt.
Wir bitten Privatpersonen und Institutionen, die Zeitspiegel-Ausgaben bzw. Ausgaben der Beilage "Young Austria" besitzen, uns diese zur Digitalisierung leihweise zu überlassen.
Kontakt: Veronika Zwerger


KOOP-LITERA Österreich 2010
16. Arbeitstagung der österreichischen Literaturarchive

14.-16. April 2010
Ort: Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus Wien
Organisation: KOOP-LITERA und Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur
Anmeldung: Martin Wedl (martin.wedl@onb.ac.at)

KOOP LITERA ist ein Netzwerk von deutschen, österreichischen und schweizerischen Institutionen, die Nachlässe und Autographen erwerben, erschließen, bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Das Online-Portal KOOP-LITERA international geht hervor aus einer Initiative des Österreichischen Literaturarchivs und der Handschriftensammlung der Wienbibliothek. Ziel ist der Aufbau und die Koordination eines Netzwerks zwischen Institutionen, die moderne Nachlässe und Autographen erwerben und erschließen.
Auf einer Tagung im Februar 2009 an der Deutschen Nationalbibliothek wurde KOOP LITERA zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Website bietet umfangreiche Information zu Institutionen und WWW-Katalogen, zu wichtigen Regelwerken, Datenformaten, Ausbildungsprogrammen, Publikationen, Projekten und Veranstaltungen.


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Herausgeber:
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im Literaturhaus
Seidengasse 13
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Tel.: 0043 1 526 2044-0

Redaktion: Karin Fleisch, Sabine Schuster

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