Edmund Wolf: "Ich spreche hier nicht von mir"
Pressebereich Ausstellung

Ausstellung im LITERATURHAUS Wien


Eröffnung: Do, 22. April 2010, 19 Uhr

Begleitveranstaltungen: 23. April 2010, 26. Mai 2010 und 27. Mai 2010, jeweils 19 Uhr Filme und Filmgespräche in Kooperation mit SYNEMA - Gesellschaft für Film und Medien

FINISSAGE: Mi, 15. September, 19 Uhr
mit Film und Filmgespräch zu Edmund Wolf "Unsere Nachbarn, die Österreicher" (BR 1964)
Einführung: Michael Omasta in Kooperation mit Synema, Gesellschaft für Film und Medien

As he once told me, the task of the playwright (and the novelist too) is essentially simple:
"Make it real."

Daniel Wolf

Edmund Wolf (1910-1997) war ein ungewöhnlich vielseitig begabter Theaterautor, Journalist und Filmemacher, der mit seiner künstlerischen und journalistischen Arbeit Maßstäbe setzte.
Anlässlich von Edmund Wolfs 100. Geburtstag zeigt das LITERATURHAUS die erste Ausstellung über den in Großbritannien lebenden, in Deutschland mehrfach ausgezeichneten und in Österreich noch zu entdeckenden Autor und Regisseur.

Im galizischen Rzeszów geboren, wuchs Edmund Wolf in Wien auf und wurde zunächst Jurist. Er besuchte das Reinhardt-Seminar, wurde Lustspielautor und Dramaturg am Deutschen Volkstheater in Wien. 1937 ging er aus beruflichen Gründen nach Großbritannien und kehrte nach dem "Anschluss" 1938 nicht mehr zurück. 1940 wurde er als "enemy alien" verhaftet und in der Folge in Kanada interniert.

Nach seiner Entlassung arbeitete Wolf in London als BBC-Journalist im German Service und berichtete ab Ende der 1950er Jahre als Korrespondent deutscher Periodika (u. a. "Die Zeit", "Süddeutsche Zeitung") aus Großbritannien. Ab Mitte der 1960er Jahre drehte er für den Bayerischen Rundfunk Dokumentationen und schrieb Drehbücher für Dokudramen, für die er u. a. mit einem Bambi und mehreren Grimme-Preisen ausgezeichnet wurde. Sein Themenspektrum war international: von Vietnam-Heimkehrern, Drogensucht und Swinging London bis zum Rassenkonflikt in Südafrika.

Die Schau präsentiert neben Beispielen aus Wolfs literarischem und journalistischem Œuvre auch Recherchematerialien aus seinem Nachlass, der in der Exilbibliothek im Literaturhaus aufbewahrt wird: etwa das umfangreiche Archiv zum Projekt "Hitler und die Generale". Eine Auswahl seiner Filme ist zudem im Begleitprogramm zu sehen.


Eine Ausstellung der ÖSTERREICHISCHEN EXILBIBLIOTHEK im LITERATURHAUS Wien mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.

Kuratorinnen: URSULA SEEBER, BARBARA WEIDLE
Ausstellungsgestaltung/Grafik: GERHARD SPRING

Begleitbuch:
"Edmund Wolf. Ich spreche hier nicht von mir." Hg. von Ursula Seeber und Barbara Weidle (Weidle Verlag, 2010). Mit zahlreichen Fachbeiträgen sowie Briefen und Texten von Edmund Wolf, Euro 25.
www.weidleverlag.de

ÖFFNUNGSZEITEN der AUSSTELLUNG
April bis Juni: Mo, Mi 9 - 17, Di 9 - 19, Fr 9 - 15 Uhr
Juli bis September: Mo-Mi 9 - 17 Uhr
(Eingang: Seidengasse 13) Führungen auf Anfrage: Anmeldungen unter 43/1/526 20 44-0





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