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Joseph Roth unterwegs in Europa Hg.: Artur Pelka, Christian Poik. Brill | Fink, 2021, 171 S., geb., € ca. 80,-. ISBN: 978-3-7705-6566-5

brill.com/view/title/57565

Im Oktober 2019 fand auf Anregung des Instituts für Germanistik in Lodz eine Tagung zu Joseph Roth statt, die von der hiesigen Universität und dem Österreichischen Kulturforum, Warschau, unterstützt wurde.

Das Ergebnis erschien 2021, von den Organisatoren Artur Pelka und Christian Poik herausgegeben, im Verlag Wilhelm Fink, Paderborn (einem Imprint des Verlags Koninklijke Brill NV, Leiden, Niederlande) mit dem Titel: „Joseph Roth unterwegs in Europa“.

Nach Angabe des Verlags bietet der Band Einblicke in neueste literaturwissenschaftliche, editorische und biografische Erkenntnisse der Joseph Roth-Forschung und reicht das Spektrum der Beiträge von einer kritischen Auseinandersetzung mit Desideraten in der Editionspraxis (Heinz Lunzer und Armin Eidherr) über Fragen zur Mobilität und Identität (Iris Hermann, Hans Richard Brittnacher und Aneta Jachimowicz) und Phänomene der Moderne (Rainer-Joachim Siegel, Katarzyna Jastal und Sebastian Lasse) zu neuen biografischen Einsichten (Maria Klanska und Victoria Lunzer-Talos).

Beziehungen Roths zu Polen gibt es viele und es ist schade, dass dieses Thema hier so fragmentarisch behandelt wird, wo doch die Grundlagenforschung hierzu am besten von Einheimischen vor Ort getätigt werden kann. Hier bieten sich u.a. die Erforschung von Roths Militärzeit in Galizien an und eine genauere Beschreibung seiner polnischen Vortragsreise im Winter 1936/1937, sowie der Kontakte zur Familie und zu Freunden, Übersetzern, Verlagen, Agenturen und Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften in Polen. Gern hätte man mehr erfahren über die gemeinsamen Motive im Werk von Roth und seinem Freund Józef Wittlin, die Kamila Sniegocka in ihrer Warschauer Dissertation (2018) beschäftigten.

Nach wie vor aktuell sind die Desiderate im editorischen Bereich, die Heinz Lunzer, Vorsitzender der Internationalen Joseph Roth Gesellschaft in Wien, und Armin Eidherr, Assoz. Professor für Jiddistik und Deutsch-Jüdische Literatur an der Paris-Lodron-Universität Salzburg hier vorlegen. Beide Forscher stellen in ihren Beiträgen die Notwendigkeit einer exakten Neuedition mit Kommentar fest, die auf den Handschriften basiert (Lunzer) und die Roths Anspielungen auf jüdische Mystik, Traditionen und Diskurse Rechnung trägt (Eidherr). An Expertise mangelt es nicht, wie der neulich von Mitgliedern der IJRG herausgegebene Band der Joseph Roth Edition mit Roths Journalistik aus dem Jahr 1921 zeigt. Allerdings im Selbstverlag und nur für Mitglieder. Zu wünschen wäre daher, dass für die Verwirklichung dieser Desiderate bald finanzielle Unterstützung und ein Verlag gefunden wird. Allein schon deswegen ist die Lektüre dieses Bandes zu empfehlen.

Madeleine Rietra, Amsterdam, im September 2021

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