logo kopfgrafik links adresse mitte kopfgrafik rechts
   
Facebook Literaturhaus Wien Instagram Literaturhaus Wien

FÖRDERGEBER

Bundeskanzleramt

Wien Kultur

PARTNER/INNEN

Netzwerk Literaturhaeuser

mitSprache

arte Kulturpartner

traduki

Incentives

Bindewerk

kopfgrafik mitte

Lesegebärden - VERSCHOBEN AUF 19. bis 20.05.2022


Do, 02.12. bis Fr, 03.12.2021

Tagung mit Vorträgen, Lesung & Gespräch

Die Tagung wird auf das Jahr 2022 verschoben.

So wie wir Musik mit dem ganzen Körper wahrnehmen, lesen wir leibhaft. Lesen ist kein Vorgang der rein optischen Datenverarbeitung. Maschinen können Lektüre daher lediglich simulieren. Das Leibhafte der Lektüre zeigt sich – vor allem zeigt es sich gestisch: in Veränderungen der Körperhaltung, im Kopfschütteln, Wippen, Erröten, Auflachen, Auf- und Abgehen, Vor- und Zurückblättern, Augenschließen, Fingerkneten; selbst die stille Versenkung ist Gebärde. Und so mancher „hat dann das Buch von sich geworfen, sein Schwert gepackt und den Wänden mit Hieben zugesetzt“ (Cervantes, Don Quijote von der Mancha).
Die Lesegebärde ist weder Ausdruck bloß individueller Reaktionen noch das Resultat sozialer Prägungen, sondern die buchstäbliche Verkörperung kultureller Praktiken im Erleben jeder und jedes Einzelnen. Sie ist auch kein Epiphänomen, das ein vermeintlich eigentliches Lesen nur begleitet, sondern ein zentraler Lektüremodus eigenen Rechts.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die zweitägige Veranstaltung der künstlerischen Selbstreflexion des leibhaften Lesens. In der Erkundung des gestischen Potenzials von Leseszenen aus Geschichte und Gegenwart soll eine gestische Sprachtheorie freigelegt und anhand von Beispielen aus Literatur, Musik, Philosophie und Kunst reflektiert werden.

Wissenschaftliche Leitung und Moderation: Irina Hron, Christian Benne
Mitwirkende: u. a. Hans Ulrich Gumbrecht, Harun Maye, Matthias Meyer, Melanie Möller, Klaus Müller-Wille, Irina Schulzki

Do, 02.12.2021

15.00: Begrüßung
15.15–16.15: Irina Hron: Noten-Texte lesen
16.30–17.30: Christian Benne: Die zwei Körper des Lesers
18.00–19.30: Gesten über-setzen. Zu Graciáns HandorakelHans Ulrich Gumbrecht im Gespräch mit Christian Benne und Irina Hron

Fr, 03.12.2021

09.30–10.30: Melanie Möller: Pronuntiatio simillima lectioni: (Spuren)Lesen als rhetorische Geste
10.45–11.45: Matthias Meyer: Lesespuren – Über das Lesen in und aus Handschriften, Briefen und anderen ›Texten‹ im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

11.45–13.30: Mittagspause

13.30–14.30: Harun Maye: Das Ende des lauten Lesens? Physik und Metaphysik der lauten Lektüre um 1800
15.00–16.00: Klaus Müller-Wille: Bindungen – Mit den Händen lesen
16.15–17.15 Uhr: Irina Schulzki: Gesten der Monstration

17.15–18.00: Abschlussdiskussion

 


Link zur Druckansicht
Veranstaltungen
TEXT & FILM X – SHOWTIME! - online

Di, 07.12.2021, 19.00 Uhr Kurzfilmabend mit Poesie und Humor Die Veranstaltung kann über den...

Verleihung der exil-literaturpreise 2021 - VERSCHOBEN AUF DEN 25.02.2022

Do, 09.12.2021, 19.00 Uhr Preisverleihung | Buchpräsentation & Kurzlesungen Die...

Ausstellung
"Organisieren Sie sich!" – der Erste Österreichische Schriftstellerkongress 1981 und seine Nachwirkungen

Ausstellung anlässlich 30 Jahre Literaturhaus Wien 27.09.2021 bis 27.01.2022 Es war ein...

Tipp
OUT NOW – flugschrift Nr. 37 von Marion Steinfellner & Herbert J. Wimmer

Die neue flugschrift ist eine Zusammenarbeit der Tänzerin und Dichterin Marion...

INCENTIVES - AUSTRIAN LITERATURE IN TRANSLATION

Neue Buchtipps zu Thomas Arzt, Doris Knecht, Hanno Millesi und Teresa Präauer auf Deutsch,...