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Preis der Literaturhäuser 2020 - online


© Heribert Corn www.literaturhaus.net

Mo, 15.03.2021, 19.00 Uhr

Marlene Streeruwitz erhält den Preis der Literaturhäuser 2020

Die Veranstaltung kann über den Live Stream auf unserer Homepage mitverfolgt werden.

Grußworte: Robert Huez (Literaturhaus Wien)
Grußworte: Hauke Hückstädt
(Sprecher Netzwerk der Literaturhäuser, Leiter Literaturhaus Frankfurt)
Laudatio: Daniela Strigl (Literaturkritikerin / Universität Wien)
Gespräch mit der Autorin: Stefan Gmünder (Literaturkritiker Der Standard / Volltext)

Lesung: Marlene Streeruwitz

Das Netzwerk der Literaturhäuser vergibt jedes Jahr einen Literaturpreis. Der "Preis der Literaturhäuser 2020" wurde der österreichischen Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz zugesprochen. Verbunden mit dem Preis ist traditionell eine Lesereise durch die Häuser des Netzwerkes. Pandemie bedingt konnte diese Lesereise nicht stattfinden, ebenso wenig die offizielle Preisvergabe auf der Leipziger Buchmesse.

Nun wird die Preisvergabe bei einem Abend im Literaturhaus Wien nachgeholt, die Mitglieder des Netzwerkes übernehmen den Live-Stream der Veranstaltung ohne Publikum.

In Baden bei Wien geboren, studierte Marlene Streeruwitz Slawistik und Kunstgeschichte und arbeitete zunächst als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen.
1996 erschien ihr erster Roman, Verführungen, für den sie u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter Nachwelt (1999), Die Schmerzmacherin (2011), Nachkommen (2014) und 2019 Flammenwand, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. Ihre neueste Veröffentlichung: So sind wir geworden. Der Covid-19-Roman (2020). Hier geht es zur Besprechung im Online-Buchmagazin.

Außerdem erschienen zahlreiche Essays, Erzählungen und Poetik-Vorlesungen. Marlene Streeruwitz wurde für ihr Werk mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Literaturpreis der Stadt Wien, dem Bremer Literaturpreis und dem Franz-Nabl-Preis.

Marlene Streeruwitz stellt mit ihrem vielseitigen Werk eine außerordentlich wichtige und politisch profilierte Stimme in der deutschsprachigen Literatur dar. Sie wagt sich damit immer mitten hinein in die Krisen unserer Gegenwart. An ihren zwischen zornigen Befreiungsversuchen und Selbstverlust changierenden Frauenfiguren spielt Streeruwitz verschiedenste Möglichkeiten durch, die mehr oder weniger subtilen Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften literarisch erfahrbar zu machen.

Ihre Bücher und Texte bestechen durch die unkorrumpierbare Klugheit, mit der sie sich der jeweiligen (sozialen, politischen, kulturellen, familiären) Konstellationen annehmen und sie analytisch zerlegen – auch auf die Gefahr hin, dass nichts davon Bestand hat und übrig bleibt. Es geht der Autorin nicht um Destruktion, sondern darum, Zerstörungen als solche sichtbar zu machen und sogar, wo möglich, zu heilen.

Veranstaltungen mit Marlene Streeruwitz versprechen immer engagierte Gespräche auf hohem intellektuellem Niveau, dabei gut nachvollziehbar. Kaum jemand sonst kann so konzise und anschaulich über auch komplexe (literatur-)politische Fragen sprechen. Immer hellwach auf der Bühne, ist sie ebenso streitbar wie zugewandt und sieht genau dorthin, wo sich Literatur, Politik und Leben so verzahnen, dass es wehtut. Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren deshalb Marlene Streeruwitz als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat.

Frühere Preisträger waren Ulrike Draesner (2002), Bodo Hell (2003), Peter Kurzeck (2004), Michael Lentz (2005), Uwe Kolbe (2006), Sibylle Lewitscharoff (2007), Anselm Glück (2008), Ilija Trojanow (2009) , Thomas Kapielski (2010), Elke Erb (2011), Feridun Zaimoglu (2012), Hanns Zischler (2013), Judith Schalansky (2014), Nicolas Mahler (2015), Ulf Stolterfoht (2016), Terézia Mora (2017), Jaroslav Rudis (2018) und Antje Rávik Strubel (2019).


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