Bernhard Strobel Nach den Gespenstern (Droschl, 2021)


Bernhard Strobel, Foto: © Aleksandra Pawloff

Cover Nach den Gespenstern: Droschl, 2021

Do, 23.09.2021, 19.00 Uhr

Neuerscheinung Herbst 2021 | Buchpräsentation mit Lesung & Gespräch

Die Veranstaltung kann entweder über den Live Stream auf unserer Homepage mitverfolgt oder vor Ort im Literaturhaus Wien besucht werden. Für einen Besuch im Literaturhaus Wien ist eine Anmeldung erforderlich unter diesem Link oder telefonisch unter 01-5262044-12.

Auch wenn der Titel es suggeriert: schaurige Spukgeschichten wird man in Bernhard Strobels viertem Erzählband Nach den Gespenstern nicht finden – Gespenster und Doppelgänger hingegen schon, auch Heimsuchungen und unerklärliche Begebenheiten.
Strobel erzählt von Konfliktsituationen in Familie und Partnerschaft, von Verlusterfahrungen und vom Leben im Alter: Nach dem Tod seiner Frau zieht ein Mann in eine fremde Ortschaft und wird Teil eines Kriminalfalls; der Besuch einer Theateraufführung zieht ein ganz anderes Beziehungstheater nach sich; ein Mann in den Vierzigern hat am Grab seiner Frau eine Begegnung der gespenstischen Art; das mysteriöse Auftauchen von Steinen in einem Ehebett erweist sich als böses Omen ... Strobel gelingt es auf unnachahmliche Weise, sowohl die Ausnahmesituationen des Lebens als auch das Alltägliche in Worte zu fassen.
In seinen 13 Erzählungen erweist er sich einmal mehr als präziser und unsentimentaler Beobachter, der seinen Blick stets auf die Sollbruchstellen richtet – dorthin, wo Realität und Selbstbild aufeinander treffen.

Lesung: Bernhard Strobel
Moderation: Sebastian Fasthuber (Literatur- und Musikkritiker)

Bernhard Strobel, geb. 1982 in Wien, lebt als Autor und Übersetzer aus dem Norwegischen in Neusiedl am See. Studium der Germanistik und Skandinavistik. Er veröffentlichte bei Droschl die Erzählbände Sackgasse (2007), Nichts, nichts (2010) und Ein dünner Faden (2015) sowie den Roman Im Vorgarten der Palme (2018) und seine Tor Ulven-Übersetzungen aus dem Norwegischen. Bernhard Strobel wurde vielfach ausgezeichnet u. a. mit dem Literaturpreis des Landes Burgenland (2003 und 2017), dem Förderpreis der Stadt Wien (2014), dem Theodor-Kery-Preis (2016) und zuletzt mit dem Outstanding Artist Award 2019.

Sebastian Fasthuber, geb. 1977 in Kirchdorf an der Krems. Studierte in Wien Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik, Dissertation über Literaturkritik im Internet. Arbeitet seit 1999 als freier Kulturjournalist mit den Schwerpunkten Literatur und Musik für die Wiener Stadtzeitung Falter und zahlreiche andere Medien sowie als Moderator. Lebt mit seiner Familie in Oberösterreich und veröffentlichte 2019 den Stadtführer Wels (KRAL).