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Raphaela Edelbauer Die Inkommensurablen (Klett-Cotta, 2023)


Raphaela Edelbauer, Foto: © Apollonia Bitzan

Daniela Strigl, Foto: Literaturhaus Wien

Do, 19.01.2023, 19.00 Uhr

Neuerscheinung Frühjahr 2023 | Buchpremiere mit Lesung & Gespräch

Wien, Zentrum der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, am 31. Juli 1914: Noch 36 Stunden bis zum Ablauf des deutschen Ultimatums. In allen Straßen bricht sich die Kriegsbegeisterung der jungen Generation bahn. Mitten in diesen Taumel gerät Hans, ein Pferdeknecht aus Tirol, der sich auf den Weg in die Metropole gemacht hat, um die Psychoanalytikerin Helene Cheresch aufzusuchen. Dort angekommen trifft er auf Adam, einen musisch begabten Adligen, und Klara, die sich als eine der ersten Frauen an der Universität Wien im Fach Mathematik promovieren wird. Gemeinsam verbringen die drei jungen Menschen den letzten Abend vor der Mobilmachung – in einer Stadt, die sich ihrem Zugriff mehr und mehr zu entziehen droht.
»Was für ein Buch! Raphaela Edelbauer verwandelt den August 1914 in eine Traumnovelle. Wir schlafwandeln mit ihr durch ein erregtes Wien voll höherer Mathematik und niederem Wahn. Und wir galoppieren mit ihren vier apokalyptischen Reitern Adam, Hans, Klara und Helene in eine Zukunft, die diese schon als Vergangenheit erinnern. Ja, man stürzt in dieses Buch und in die letzten Tage des alten Europa, als fiele man in einen wilden Fiebertraum.« Florian Illies

Lesung: Raphaela Edelbauer
Moderation: Daniela Strigl

Raphaela Edelbauer, geb. 1990 in Wien, wo sie Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst studierte. Für ihr Buchdebüt Entdecker. Eine Poetik (Klever, 2017) erhielt sie den Rauriser Literaturpreis. Ihr Debütroman Das flüssige Land (Klett-Cotta, 2019) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, ihr zweiter Roman DAVE (Klett-Cotta, 2021) wurde mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Raphaela Edelbauer lebt in Wien. www.raphaelaedelbauer.com/

Daniela Strigl, geb. 1964 in Wien. Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin, Essayistin. Lehrt am Institut für Germanistik der Universität Wien. Jurytätigkeit – u. a. Ingeborg Bachmann Preis und Deutscher Buchpreis. Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik (2001), Berliner Preis für Literaturkritik (2015), Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2019). Zuletzt erschien der Essayband Gedankenspiele über die Faulheit (Droschl, 2021).


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