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Der Erich Fried Preis 2020 geht an Esther Kinsky


Esther Kinsky
© Heike Steinweg

Maja Haderlap
© Max Axmann

Maja Haderlap ernennt Esther Kinsky
zur Erich Fried Preisträgerin 2020

Öffentliche Preisverleihung am
Sonntag, 29. November 2020
um 11 Uhr im Literaturhaus Wien

Der Erich Fried Preis, eine der renommiertesten literarischen Auszeichnungen Österreichs, wird seit 1990 durch die Internationale Erich Fried Gesellschaft vergeben. Die Preisträger/inne/n werden von  jährlich wechselnden Einzeljuror/inn/en bestimmt. Der Preis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport gestiftet und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Zu den Preisträger/inne/n der letzten Jahre zählen Terézia Mora, Thomas Stangl, Nico Bleutge, Rainer Merkel, Judith Hermann, Dorothee Elmiger, Leif Randt, Teresa Präauer und zuletzt Steffen Mensching.

Im Jahr 2020 hat die Fried Gesellschaft die österreichische Autorin Maja Haderlap zur Jurorin bestimmt. Ihre Wahl ist auf die deutsche Autorin und Übersetzerin Esther Kinsky gefallen.

Esther Kinsky wurde zuletzt 2018 für Hain: Geländeroman (Suhrkamp), mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, einem Roman, der "subtil, emphatisch und unerbittlich das Terrain zwischen den Lebenden und den Toten erkundet" (NZZ). Im März 2020 erschien Kinskys Gedichtband Schiefern (Suhrkamp): Verortet auf den schottischen Slate Islands beschäftigt sich die Autorin mit der von intensivem Schieferabbau geprägten Geschichte des Archipels, den bizarren Landschaften der Trümmer und gefluteten Steinbrüche – und vor dem Hintergrund dieser Topologie mit dem "Schichtwerk" menschlicher Erinnerung.

"Esther Kinsky ist eine europäische Schriftstellerin und Übersetzerin, die sich in ihrer Arbeit der Erkundung und Überwindung der Fremde verschrieben hat: Der Fremde als existenzieller, menschlicher Erfahrung, der Fremde zwischen benachbarten Sprachen und Literaturen. In ihren Texten reist sie an Peripherien, um etwas zur Sprache zu bringen, in Sprache zu übersetzen, das zumeist unbeachtet bleibt, und aus unserer allgemeinen Wahrnehmung verdrängt wird: Das scheinbar Unwichtige, Vergängliche, Aufgelassene, die Bruchhalden, die Totenhaine, die Unergründlichkeit von Naturerscheinungen."
(Aus der Jurybegründung von Maja Haderlap)

Ausführliche Informationen zum Preis und zu den beiden Autorinnen finden Sie auf der der Webseite der Erich Fried Gesellschaft.
 

 


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