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Spielerischer Zeitvertreib – Jörn Schlunds und Erich Frieds "Lesezeichen"


"Lesezeichen" mit Bemerkungen von Erich Fried, © Spezialsammlungen Literaturhaus Wien

Im Januar 1986 verbringt ein kleines Kamerateam aus Norddeutschland drei Tage in Erich Frieds Londoner Haus in der Dartmouth Road. Obwohl seit längerem vereinbart, war es aufgrund von Frieds zweiter Krebsoperation plötzlich unklar, ob der Dreh überhaupt zu Stande kommen würde. Zwischenzeitlich hatten der Regisseur Gottfried Kühnel und der Künstler Jörn Schlund die Reise abgesagt. Doch Fried ermunterte seinen Bekannten Schlund, trotz aller Widrigkeiten nach London zu kommen.

Kennengelernt hatten sich Fried und Schlund zwei Jahre zuvor bei der "Alternativen Buchmesse" in Dortmund. Aus dem Kontakt entstand das Filmprojekt, das thematisch nicht "über", sondern "mit" Fried realisiert werden sollte. Entsprechend bittet der Autor den Künstler telefonisch, auch etwas von sich "in die Begegnung mit hineinzubringen".

Schlund fertigt daraufhin während eines Urlaubs in den Niederlanden eine Serie von 40 Aquarellen an, die Fried in den Drehpausen spontan mit lyrisch-aphoristischen Bemerkungen versieht. Die "Lesezeichen", wie Schlund sie nennt, fungieren somit als spielerischer Zeitvertreib, der gut zu dem eher improvisatorischen Konzept des Films passt.

Ins Kino oder Fernsehen hat es die Filmproduktion nicht geschafft. Was von den Dreharbeiten übrig blieb, ist einmal die Publikation "Weltbausteine, Möglichkeiten des Welterlebens" (Münster: Agenda Verlag, 1994) mit den transkribierten Interviews – sowie jene im Winter 1986 entstandenen "Lesezeichen", die Schlund später bei einer Wohltätigkeitsaktion der Karl-Heinz-Böhm Stiftung "Menschen für Menschen" versteigern ließ. Einer großzügigen Schenkung ist es zu verdanken, dass in diesem Jahr vier der Aquarelle in den Sammlungsbestand des Literaturhaus Wien übergangen sind.

Kontakt:
Philyzowfipp jbnobHubx/emannxklzs (p.hubmann@li+ygbternaatuft+czrhaus.ek9rhat0tg) / Spezialsammlungen im Literaturhaus Wien

 


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