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Marlene Streeruwitz

© Heribert Corn, www.literaturhaus.net

Werke

Geboren in Baden bei Wien;
Studium der Slawistik und Kunstgeschichte;
literarische Veröffentlichungen ab 1986;
Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen;
vielfach ausgezeichnete Romanautorin.
Lebt in Wien, London und New York. 

  • 1996 Tübinger Poetik-Dozentur
  • 1997 Mara-Cassens-Preis
  • 1999 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur
  • 2001 Hermann-Hesse-Preis
  • 2001 Literaturpreis der Stadt Wien
  • 2002 Walter-Hasenclever-Literaturpreis
  • 2004 Badener Kulturpreis (nicht angenommen)
  • 2008 Peter-Rosegger-Preis
  • 2009 Droste-Preis
  • 2010 Wiener Frauenpreis
  • 2011 Shortlist Deutscher Buchpreis
  • 2012 Bremer Literaturpreis
  • 2015 Franz Nabl Preis (Literaturpreis der Stadt Graz)
  • 2019 Longlist Deutscher Buchpreis
  • 2020 Preis der Literaturhäuser
     

Webseite:
http://www.marlenestreeruwitz.at

 

Jurybegründung – Preis der Literaturhäuser 2020

"Marlene Streeruwitz stellt mit ihrem vielseitigen Werk eine außerordentlich wichtige und politisch profilierte Stimme in der deutschsprachigen Literatur dar. Sie wagt sich damit immer mitten hinein in die Krisen unserer Gegenwart. An ihren zwischen zornigen Befreiungsversuchen und Selbstverlust changierenden Frauenfiguren spielt Streeruwitz verschiedenste Möglichkeiten durch, die mehr oder weniger subtilen Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften literarisch erfahrbar zu machen. »Seit ihrem Prosa-Debüt von 1996 erfindet Marlene Streeruwitz gealterte Bond-Girls, fragile Lehrerinnen, zähe PR-Expertinnen und kühle Security-Frauen, die sich der Anpassung verweigern, stoisch ihren Alltag durchstehen und die subtilen patriarchalen Machtsysteme aufdecken«, so die Kritikerin Maike Albath. Ihre Bücher und Texte bestechen durch die unkorrumpierbare Klugheit, mit der sie sich der jeweiligen (sozialen, politischen, kulturellen, familiären) Konstellationen annehmen und sie analytisch zerlegen – auch auf die Gefahr hin, dass nichts davon Bestand hat und übrig bleibt. Es geht der Autorin nicht um Destruktion, sondern darum, Zerstörungen als solche sichtbar zu machen und sogar, wo möglich, zu heilen.
Veranstaltungen mit Marlene Streeruwitz versprechen immer engagierte Gespräche auf hohem intellektuellem Niveau, dabei gut nachvollziehbar. Kaum jemand sonst kann so konzise und anschaulich über auch komplexe (literatur-)politische Fragen sprechen. Immer hellwach auf der Bühne, ist sie ebenso streitbar wie zugewandt und sieht genau dorthin, wo sich Literatur, Politik und Leben so verzahnen, dass es wehtut. Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren deshalb Marlene Streeruwitz als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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