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LITERATUR UND MEDIEN - Was richten die Medien mit der Sprache an?

mitSprache 2007

Philosophisches Café

Der österreichische Schriftsteller Ferdinand Schmatz diskutiert mit dem Sprachwissenschafter Oswald Panagl (Universität Salzburg) und dem Hamburger ZEIT-Journalisten Jens Jessen, Moderation: Werner Thuswaldner.

Der Sprachgebrauch der Medien fordert zur Nachahmung heraus. Neuschöpfungen werden begierig aufgegriffen, "vernutzt" und dann wieder aufgegeben. Sondersprachen haben es schwer, sich angesichts des starken Zugs zu einer Vereinheitlichung, die von den Medien ausgelöst wird, zu behaupten, Dialekte befinden sich auf dem Rückzug. Andrerseits haben Sondersprachen durch Immigranten, die vielfach Spezialformen der Verständigung entwickeln, Zuwachs bekommen. Der Feldzug von Puristen - etwa gegen die Zunahme von Anglizismen - hat oft lächerliche Züge, die Übernahme von Termini aus fremden Sprachen aber auch.
Während die Medien vom Sprachvorrat nur in bescheidenem Maß Gebrauch machen, kann von der Literatur einerseits angenommen werden, dass sie Sprache in einer viel produktiveren und vielfältigeren Weise aktiviert. Andrerseits bemüht sich die Popliteratur darum, sprachlich auf der Höhe der Zeit zu sein und bewusst modische Sprachformen zu verwenden.

Eintritt: 6 / 4 Euro
Veranstalter: Verein Literaturhaus, Philosophisches Café
Büchertisch: Rupertus Buchhandlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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